Dienstag, 20. Januar 2015

Krebs und Artemisia annua

Krebszellenaktivität kann in vielen Fällen gestoppt werden:

Die etwa 20 Wirkstoffe* von "Artemisia annua var. anamed", aus dem das Malariamittel Artemisinin gewonnen wird, haben laut zahlreicher Studien diese Ergebnisse gezeigt:

 

    • Sie sind besonders unter Eisen-II Gabe hochselektiv und wirken auf Krebszellen sehr toxisch; sie greifen Erbgut und Zellmembran der Krebszellen an 
    • In vitro Apoptose von Krebszellen innerhalb 16 Stunden bis zu 97%
    • auf normale Zellen haben sie bei korrekter Verwendung fast keinen negativen Effekt
    • Auch Krebszellen, die gegenüber chemischen Zytostatika resistent sind, reagieren bzw. werden abgetötet.
    • Hemmung der Angiogenese - tumoreigenes Blutversorgungssystem
    • Verringerung der Tumorgröße
    • Die meisten Krebsarten und Zelllinien reagieren und sind empfindlich! 
    • Die Wirkstoffe erhöhen oder stellen die Sensitivität gegenüber radiologischer Behandlung wieder her.
    • Das Phytozytostatikum "Artemisia annua" verträgt sich mit den meisten Chemozytostatika und unterstützt deren Wirkung, aber nicht mit allen; bitte vorher klären! 
    • Der Hauptwirkstoff Artemisinin ist so gut wie nicht wasserlöslich und muss deshalb per Alkohol, DMSO oder anderen Lösungsmitteln aus den Pflanzenzellen extrahiert werden!
    • Verbesserung der Langzeitwirkung lag bei 60%, in vitro 100% Henry Lai, Narendra Singh, Washington University, 2002


    In Artemisia annua enthaltene Stoffe*:

    Sesquiterpenlacton Artemisinin (Qinghaosu) 

    Sesquiterpenderivate wie z. B. die Arteannuinsäure kommen in
    Arteannuin B vor, bei denen es sich evtl. um Vorstufen in der Biogenese des Artemisinins handelt
    Dihydroartemisinin
    Artesunat (12a-Succinat von Artemisinin)
    Artemether
    Arteether
    Sesquiterpenlactone (Dihydro-epideoxyarteannuin B und Deoxyartemisinin)

    Sonstige Verbindungen:
    methoxylierte Flavonoide = Artemetin, Chrysosplenetin oder Eupatorin

    Cumarin, Menthol, Thymol, Beta-Sitosterol

    Wirkungsmechanismus von Artemisia

    Der Wirkungsmechanismus ist äußerst bemerkenswert. Artemisia annua enthält ein chemisch stabiles Peroxid, was es nach den chemischen Grundregeln gar nicht geben kann. Plasmodien und auch Krebszellen enthalten 10-1000 mal mehr Eisenionen im Vergleich zu normalen Zellen. Dieses Eisen „zerbricht“ das Peroxid, welches sich sofort in zwei sehr aggressive freie Radikale verwandelt und die betroffene Zelle rasch abtötet. Einfach ausgedrückt: die Krebszelle wird von innen her massiv oxidiert und stirbt. Grundsätzlich kann jede Krebsart mit Artemisia annua behandelt werden, sehr langsam wachsende Krebszellen mit geringem Eisengehalt werden ev. nur mäßig oder kaum angegriffen.







    Biologische Chemotherapie