Freitag, 1. April 2011

ARTEMISIA und KREBS: Fragen und Antworten

null


ARTEMISIA UND KREBS: FRAGEN UND ANTWORTEN
Ein Interview mit Dr. Hans-Martin Hirt

Frage: Herr Dr. Hirt, Sie waren von 1976-1979 am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg tätig, als Doktorand, was haben Sie dabei gelernt? 

Dass das erste und wichtigste Medikament im eigenen Körper steckt: Ich arbeitete daran, wie der Körper während einer Krebserkrankung einen Abwehrstoff produziert (Interferon), der sowohl Krebszellen  zerstören kann, als auch Mikroorganismen ganz allgemein!

Was würden Sie Studenten und Universitäten raten?

Ganz wichtig: Unabhängig von der Industrie zu forschen. Besser ein Professor hat nur 2 Doktoranden , die aus Steuergeldern finanziert, ehrliche Forschung betreiben, als 20 Doktoranden, die von der Industrie finanziert werden, um solange zu forschen, bis das Ergebnis den Erwartungen der Auftraggeber entspricht.

Was hinterlassen Sie der Nachwelt?

Jede Menge schwachradioaktive Substanzen, für die es kein sicheres Endlager gibt. Das ärgert mich bis heute, und heute ganz besonders: Es gäbe soviele Themen für Doktorarbeiten, die umweltverträglich durchgeführt werden könnten (z.B. Bewertung traditioneller Medizin): Aber nein, es muss radioaktiv gearbeitet werden, wenn Mann oder Frau es zu etwas bringen will. Je mehr radioaktive Warnschilder im Institut umso höher der Ruf des Professors.

Heute interessieren Sie sich für Heilpflanzen; warum haben Sie nicht gleich 1976 darüber geforscht?

Das war ja mein Wunsch. Aber der Leiter des DKFZ erklärte mir, man habe das ganze Pflanzenreich durchgeackert und es gebe nichts Neues mehr zu entdecken! Was für eine traurige Antwort...und noch trauriger: auch die heutigen Krebsforschungszentren sind anscheinend noch immer dieser Meinung. Man forscht über Einzelsubstanzen, weil diese patentierbar sind; Pflanzenextrakte sind von vornherein uninteressant, da nicht patentierbar und damit nicht „im Sinne des Erfinders“. Ander Länder, z.B. Belgien, sind offener für die Forschung an Gesamtextrakten!

Aber da gab es doch einen Professor Eff. am DKFZ, der zum Thema Artesunate forschte!
(Namen bewusst abgekürzt).

Richtig, und der arbeitet heute an der Uni Mainz. Wer arbeitet nun noch ernsthaft an Naturstoffen dort, ich meine ohne Druck der Industrie, zum Wohle der Allgemeinheit? Dabei ist Artesunate (wasserlöslich gemachtes Artemisinin aus der Artemisia annua Pflanze) extrem gut verträglich. Und wir von anamed wollen beweisen, dass Artemisia Tee ebenso gut wirkt wie Artesunate!

Artesunate, ist das schon patentiert?

Ja klar, seit 1996, von Dr. Lai und Dr. Singh, Washington. Und dennoch hat Artesunate bis heute nicht den Eingang in die klassische Medizin erhalten. Der Grund ist einfach, wie uns sogar Dr. Singh bestätigt hat: "Artesunate ist viel zu billig, als dass die Industrie teure klinische Studien zahlen wollte!" Die Pharmaindustrie will nicht ihre teuren Zytostatika durch billige Pflanzeninhaltsstoffe ersetzen! Inzwischen gibt es unsicheres Artesunate im Internet als teure Kapseln zur Selbstmedikation zu kaufen, was wirklich keine Alternative ist.

Herr Hirt, wie sind Sie zu dieser Pflanze gekommen?

Ganz einfach, über Malaria. Artemisia annua wird seit 2000 Jahren in der asiatischen Volksmedizin gegen Fieber und Malaria eingesetzt. Seit den 90er Jahren isoliert die Industrie daraus einen Wirkstoff, das Artemisinin, ein Arzneimittel gegen Malaria. Die 244 anderen Wirkstoffe der Pflanze werden dabei als „Unreinheiten“ entsorgt! Leider wächst die Wildform aber nicht in den Tropen. Wir waren dann glücklich, im Jahr 1996 Zugang zu einer Züchtung zu bekommen, die auch in den Tropen wächst, und wir nennen sie "Artemisia annua anamed" oder abgekürzt "A-3".

Und aus deren Blätter haben Sie dann einen Malariatee gewonnen. Ist der genauso aktiv wie das industrielle Artesunate?

Richtig, wenn nicht noch besser! Insbesondere wenn man ihn 7 Tage oder länger trinkt. Und das gilt nicht nur für Malaria: Auch AIDS Symptome werden gelindert, und die Immunitätslage verbessert sich bei vielen AIDS Patienten ganz wesentlich, wir brauchen auch dafür keine Artesunate Tabletten mehr. Wir haben Berichte darüber aus Afrika, Europa und Asien. Wer immer darüber klinische Studien machen will, ist herzlich willkommen.

Und wie kamen Sie zu Krebs?

Nicht wir kamen darauf, sondern unsere Mitarbeiter in über 1000 Artemisiaprojekten in 75 Ländern. Sehen Sie: Krebs und AIDS sind oftmals verbunden: AIDS Patienten leiden manchmal an einem Hautkrebs namens Karposi Sarkom, der sich mit A-3 Tee wesentlich verbessern kann. Also haben unsere anamed-Ärzte und anamed-Patienten den Tee auch bei anderen Krebsarten ausprobiert.

Und da hilft er immer?

Das ist unmöglich. Dann bräuchten wir uns ja nicht mehr gesund zu verhalten, gäbe es ein harmloses Mittel, das immer zur Heilung führen würde! Also A-3 Tee hilft manchmal nicht, manchmal wenig, und manchmal überraschend gut.

Kann er auch schaden?

Warum nicht. Wir haben das bei 3 Leukämiepatienten gesehen, und das ist verständlich: Wir sehen ja z.B. bei AIDS Patienten, dass eine ganz bestimmte Art von weißen Blutkörperchen (genannt T-Helferzellen) in ihrer Vermehrung durch A-3 Tee gefördert wird. Habe ich also genau eine Leukämie dieser Zellen, wird Artemisia Tee logischerweise die Leukämie verschlimmern. Wir sahen aber auch schon Leukämiepatienten, deren Zustand sich nach A-3 Gabe verbessert hat; Hier war die Leukämie offensichtlich eine "Entgleisung" eines anderen Stammes von Leukozyten. Forschung dazu ist willkommen, wer diese nicht abwarten will, forscht an sich selber als mündiger Patient.

Ist das nicht gefährlich, einen Tee gegen so eine schwerwiegende Krankheit zu empfehlen?

Da haben Sie recht, wenn man sich das "Vorurteil" gegen Tee ansieht: "Ein Tee nützt und schadet nichts, deswegen kann man ihn unbedenklich trinken". Das ist natürlich Unsinn: Machen Sie einen Tee aus einer giftigen Pflanze und Sie liegen heute Abend schon auf dem Friedhof. Wir empfehlen diesen A-3 Tee, weil er in Reichweite der Bevölkerung liegt. In Deutschland verkaufen wir 50 Gramm zu 12 Euro. Die selbe Menge Blätter können Sie auch mit Stengeln vermischt, gemahlen und in Kapseln verpackt, bei irgendwelchen Internetfirmen beziehen, dann zahlen sie dafür 600 Euro (!). Wem auch 12 Euro für eine Packung Tee zu viel Geld ist, der baut unsere A-3 Pflanze im eigenen Garten an! Dadurch dass wir standardisierte Samen verwenden und unsere Ernte laufend analysieren lassen, können wir einen standardisierten Tee anbieten, was z.B. seinen Gehalt an Artemisinin und Flavonoiden betrifft, die im Krebsgeschehen einen wichtigen Einfluss haben.

Wird dieser Tee in Apotheken verkauft?

Nein. Apothekenüblicher „Artemisia annua Tee“ besteht aus gehäckseltem Kraut einer artemisinin-armen Wildform, mit etwa 80% Stengelanteil („Herba Artemisiae annuae“) Wir dagegen streifen nur die Blätter in mühseliger Kleinarbeit ab, von einer artemisininreichen Züchtung („Folia Artemisiae annuae, subspecies anamed“), kurz „A-3“

Können Sie uns helfen, an Artesunate zu kommen?

Nein. Es ist nicht unser Aufgabengebiet, verschreibungspflichtige Arzneimittel aus Belgien einzuschmuggeln. Wir halten A-3 Tee auch für viel besser geeignet: Er enthält laut der berühmten Duke–Liste insgesamt 20 antitumorale Wirkstoffe, ein Mix an Waffen der es dem Tumor unmöglich macht, eine Resistenz gegen z.B. Artemisinin, zu formen.

Können Sie uns erklären, wie Artemisinin gegen manche Krebsarten wirkt?

Artesunate, oder in unserem Fall das im Tee gelöste Artemisinin, hat mehrere Wirkungen gegen Krebs: Krebszellen haben im Vergleich zu Normalzellen meist einen erhöhten Eisengehalt. Das wird ihnen zum Verhängnis, wenn sie mit Artemisinin in Kontakt kommen: Artemisinin enthält eine Peroxidbrücke im Molekül, diese bricht beim Kontakt mit Eisen auf, es werden "Radikale" gebildet und diese verbinden sich nun mit den Krebszellen, was zum Zelltod führt.

Ist das der einzige Wirkungsmechanismus?

Nein. Artemisinin, und ich denke mehr noch der A-3 Tee, führt zur Immunsteigerung, was wir ja gerade bei unseren AIDS Patienten sehr gut sehen. Sehen Sie, ein Tumor ist ein Fremdkörper wie ein Embryo im Mutterleib: Die Schwangere hat ganz natürlich eine geringe Immunität, damit sie den Embryo nicht abstösst. Ein Tumor schwächt die Immunität seines Wirtes, um nicht abgestoßen zu werden. Mittels einer Immunsteigerung müsste es dem Körper wieder möglich sein, den Tumor als Fremdkörper zu bekämpfen und abzustoßen. Artemisinin führt in manchen Fällen zur Immunsteigerung, in manchen Fällen zur Immunschwächung. Artemisia Tee enthält zusätzlich noch die Immunstimulantien Astralgin,Coumarin und Eupatorin. Eine noch höhere Immunsteigerung erreichen unsere AIDS Patienten übereinstimmend mit der Einnahme von Moringa Blattpulver; das ist ganz einfach ein Erfahrungswert.

Stirbt der Krebs dann ab?

In unserer Erfahrung bei etwa 50 krebskranken Hunden wird das Krebsgeschwulst nicht unbedingt kleiner, sondern "schläft ein"; das deckt sich mit der anerkannten Tatsache, dass Artemisinin die Bildung von neuen Blutgefässen (Angiogenese) verhindert, die normalerweise in das Krebsgeschwulst hineinwachsen, um den Krebs mit Nährstoffen zu versorgen. Man nennt das Störung der Angiogenese, Störung der Bildung von Blutgefässen. Also dort, wo Artemisinin wirkt, wird der Krebs "abgewürgt". Damit das gleichmässig erfolgt, ist es gut, A-3 Tee über einen langen Zeitraum in einer verträglichen Dosis einzunehmen, also keine Pausen einzulegen.

Und während einer Chemotherapie?

Auch dort empfehle ich die versuchsweise zusätzliche Gabe von A-3 Tee. Warum? Krebszellen sind intelligent. Während der Chemotherapie entwickeln sie Mechanismen, diese Zellgifte wieder aus der Zelle zu werfen, sie werden resistent. Im positiven Fall verhindert Artemisinin diesen Mechanismus; die Tumorzelle stirbt dann zwangsweise ab. So verstärkt Artesunate die Wirkungen mancher Zytostatika, z.B. von Cisplatin, Adriamycin, Gemcitabin und Temozolomid. Aber: Im negativen Fall würde Artemisinin den Abbau des Chemotherapeutikums beschleunigen.

Und während einer Bestrahlung?

Auch dort empfehle ich die zusätzliche Gabe von Artemisia Tee, in Abstimmung mit einem dafür offenen Arzt. Warum? Manche Tumorzellen werden durch Artemisinin sehr viel strahlenempfindlicher; auf Normalzellen dagegen hat das fast keine Auswirkungen. (Universität Tübingen). Sagen Sie daher Ihrem Onkologen/Radiologen, dass Sie gleichzeitig A-3 Tee nehmen und dass daher evtl. die Strahlendosis erniedrigt werden kann - oder ganz darauf verzichtet werden kann.

Und was ist, wenn der Krebs „bösartig“ ist?

Ich wehre mich dagegen, dem Patient mit dieser Diagnose Todesangst einzuflößen. Beispiel: Durch Früherkennungsmaßnahmen werden bei älteren Männern auch Karzinome entdeckt, die keine Beschwerden bereiten, sehr langsam wachsen und auch ohne Behandlung nicht lebensverkürzend wären. Die wichtige Frage ist daher doch zuerst, lässt sich dieser bösartige Tumor durch Artemisia annua oder andere nicht belastende Mittel zum „Einschlafen“ bewegen?

Was soll ich denn nun tun, wenn bei mir ein Tumor entdeckt wird?

Erstens: Ruhe bewahren. Zweitens: Einen Arzt finden, der an Heilpflanzen interessiert ist bzw. vielleicht sogar schon ein A-3 Experte ist. Drittens: Ein gesundes Leben führen: Pro Tag eine Stunde Bewegung an der frischen Luft. biologisch ernähren, nicht rauchen, wenig oder kein Alkohol zu sich nehmen, psychisch stabil bleiben. Viertens: A-3 Tee trinken oder die gleiche Dosis A-3 Pulver in Joghurt einrühren, wie in unserer Literatur beschrieben; je nach Schwere der Krankheit 5 oder 10 g pro Tag; Fünftens: Wenn keine Beschwerden da sind, in Zusammenarbeit mit dem Arzt die Wirksamkeit von A-3 Tee testen. Unnötige Biopsien (Gewebsentnahmen) z.B. von einem „schlafendem“ Prostatakrebs können erst recht zu Metastasen führen. Nach 4 Wochen Labortests durchführen: Blutwerte wurden normal(er)? Tumorwachstum gestoppt/verlangsamt ? Tumormarker reduziert? Wenn das alles mit nein zu beantworten ist, ist A-3 Tee allein wahrscheinlich wirkungslos; dann würde ich Eisen/A-3 Kombination oder Moringa/A-3 Kombination versuchen, ausführlich beschrieben in unserer Publikation Bestellnr 202. Wenn auch das nichts bringt, konventionelle Therapie beginnen, erneut zusätzlich Artemisia Tee und bei mutlosen, schwachen Patienten noch zusätzlich Moringa Pulver. Das Ganze wenn immer möglich bei gleichzeitiger ärztlicher Begleitung.

BEMERKUNG: Dieses Interview ersetzt keine ärztliche Beratung. Dr. Hans-Martin Hirt ist von Beruf Pharmazeut, er betreibt keine Apotheke. Er ist hauptamtlich in der Entwicklungspartnerschaft tätig, er ist kein Onkologe. Die Organisation "anamed" kann A-3 Tee und Moringapulver nur als Rohstoff anbieten, beide sind nicht als Medikament zugelassen. "anamed" fördert den Eigenanbau dieser Pflanzen, vor allem dort, wo kein Arzt mehr arbeitet! Ausführliche Literatur erhältlich unter www.anamed.net

Card